Rezension von Dr. Barbara Aust-Wegemund (Rezension)

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…Die Auseinandersetzung mit der Natur ist eine Konstante in Ute Laums Werk. Die Künstlerin bildet die Natur nicht ab, wie wir es bei Blossfeldts Pflanzenbildern und Max Ernst „Natur-Frottagen“ kennen, vielmehr will sie die Natur durchdringen, kurzum „wie die Natur“ malen. Dazu wählt sie eine biomorphe abstrakte Formensprache. Wie ein roter Faden zieht sich ein Schlüsselthema durch ihr gesamtes Werk: es sind die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft. Die Elemente sind Metaphern für die dem Menschen innewohnenden Kräfte, für unterschiedliche körperliche und seelische Energien und Stimmungen wie „Vorahnung“, „Neubeginn“, „Ich brauch’ Tapetenwechsel“. In Ute Laums Bildern finden wir sie nicht singulär, sondern dem Kreislauf der Natur entsprechend, mal miteinander ringend oder sich gegenseitig durchdringend. Die Lust an der Natur, am Erforschen immer neuer Mikroorganismen treibt Ute Laum an. Als präzise Beobachterin entdeckt sie verspielte Verläufe, kristalline Strukturen, erdhafte Überlagerungen und irisierende Kontraste und führt den Betrachter so in eine Welt zwischen Suggestion und Wirklichkeit.

Dr. Barbara Aust-Wegemund, Kunsthistorikerin, Hamburg